Reisebericht über Japan und Thailand

Vom 02. bis 19. September 2010 flogen begeisterte Judoka aus ganz Deutschland als Fan-Gruppe zu den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen im Judo nach Tokio.

 

Rund um die Weltmeisterschaften gab es eine Fan-Reise nach Kyoto, Nara und Tokio in Japan sowie nach Bangkok und Hua Hin in Thailand.

 

Die Reisebeschreibung und viele Erlebnisse, aber auch Besonderheiten in beiden Ländern, die uns emotional angesprochen haben und auch verblüfft haben, sind hier im blog aufgeschrieben.

 

Viel Freude und Kurzweiligkeit beim “Mitreisen” wünscht Euch

Birgit Arendt

Was sagen die anderen?

In diesem Reisebericht habe ich nun gewöhnlich meine ganz persönliche Sicht auf die Dinge dargestellt. Ob das immer die anderen Mitreisenden auch geteilt haben oder vielleicht ganz anders gesehen haben oder noch viel mehr Details und Berichtenswertes gefunden haben, das bleibt so ein bisschen ein Geheimnis.

Dennoch habe ich viele aus der Gruppe gefragt, was Ihnen an der Reise, dem Programm oder dem Land gefallen oder vielleicht auch missfallen hat.

Hier nun einige Stimmen aus der Gruppe zu Japan:

Kay mittendrin

Unisono waren alle der Meinung, dass das größte Highlight unseres Japan-Aufenthaltes unsere Reiseleiterin Kay war. Sie sprach nicht nur ein hervorragendes Deutsch – was sie übrigens während ihres fünfjährigen Aufenthaltes in Deutschland einst als Schülerin lernte – sie war auch sehr herzlich und aufgeschlossen und fühlte sich offensichtlich auch in unserer Gruppe wohl. Sie brachte uns die japanische Kultur auf eine sehr sympathische Weise nahe und hatte für jede Frage ein offenes Ohr.

unsere freundliche KayDabei möchte ich noch etwas ergänzen, dass bei der Reisebeschreibung gar nicht erwähnt wurde – auch weil ich selbst leider nicht dabei war. Nachdem Kay uns bis Tokio begleitet und bestens auf diese Stadt vorbereitet hatte, waren wir während der WM-Tage ohne japanische Begleitung unterwegs. Am letzten Tokio-Tag aber führte sie uns noch einmal auf der Fahrt nach Nikko. Am Abend lockten die Teilnehmer sie noch bis in die Hotellobby und gaben ihr einen würdigen Abschied. Jeder aus unserer Gruppe hatte etwas beigesteuert und vor allem Ralf mit seiner äußerst charmanten Art überreichte dann ein kleines Abschiedsgeschenk und einen großen Blumenstrauß. Wir hätten Kay gern mitgenommen auf die Weiterreise, so sehr war sie uns ans Herz gewachsen. Aber auch an ihr ging der Abschied nicht ganz ohne Emotion vorbei. Herzlichen Dank, liebe Kay für diese schöne Woche, die wir mit Dir gemeinsam verbringen durften!

Was fiel uns noch auf in Japan? Die freundlichen, höflichen und hilfsbereiten Menschen mit einer großen Offenheit, die eine Zufriedenheit ausstrahlen – wir waren eben im Land des Lächelns und der aufgehenden Sonne! Dann die meist sehr gut gekleideten, auch oft mit etwas exotischen Schuhen auftretenden Menschen – ein Herr unserer Gruppe formulierte seine offensichtlich positiven Beobachtungen zur Kleiderordnung so: Die exakt abgemessenen Höschen und Röckchen der Mädels.

Auch Sauberkeit und Pünktlichkeit wurden besonders hervorgehoben. Es gab nirgends Graffiti und auch kaum Papierkörbe. Dennoch war es sauber und ordentlich.

Die Autofahrer wurden sehr rücksichtsvoll erlebt und der öffentliche Verkehr beeindruckte.

Ganz besonders wurden die Toiletten hervorgehoben. Gewöhnlich hatten wir schon Glück, dass in den Touristenzentren bei vielleicht 10 angebotenen Toiletten auf jeden Fall auch zwei normale Toilettenbecken dabei waren. Aber der weit größere Teil waren im Boden eingelassene kleine Becken, die man nur im Stehen oder Hocken nutzen konnte. Für uns Frauen natürlich ein Graus – und wir versuchten diese soweit es ging zu meiden. Aber auch so manche Piktogramme an den Toiletten und Waschbecken ließen uns fast Ausschütten vor Lachen – siehe diese Bilder.

Hinweise zur Toilettenbenutzung

Hinweise zur Nutzung des Waschbeckens

 

Die japanischen Restaurants stellen gewöhnlich ihre Speisenangebote als künstliche Dekoration in einer Schauvitrine vor der Gaststätte aus. Man muss also nicht die Karte lesen können sondern kann auf die Speise zeigen, die man möchte. Diese Teller sind derart echt zurecht gemacht, dass man sich manchmal wirklich fragte, ob es nicht eine frische Speise ist.

ausgestellte Speisen vor dem Restaurant

Wie verrückt Japaner auch sein können, haben Mitglieder der Reisegruppe in einem Kaufhaus ausgemacht. Dort gab es Torten für Hunde mit der Aufschrift „Happy Birthday“. Ob das wohl ein Hund lesen kann? ;-)

Wie bereits berichtet, gibt es ja in Japan eine recht ungewöhnliche Art, mit elektrischen Leitungen umzugehen. Mitglieder unserer Reisegruppe freuten sich, dass trotz der abenteuerlichen Verkabelung das elektrische Licht funktionierte. ;-)

Ganz besonders bewegte die Teilnehmer auch der Song der Weltmeisterschaft, der vom japanischen Rockpoeten Kouji Tamaki in der Eröffnungsveranstaltung live vorgetragen wurde. Eine eingängige Melodie, die man kaum aus dem Kopf bekam. Sehr emotional war der Auftritt des Sängers. Neben seiner Band auf der Bühne hat ihn ein ganzes Orchester begleitet. 120 Musiker saßen vor der Bühne und musizierten mit dem Sänger. Es war beeindruckend!

Kouji Tamaki mit Band und Orchester

Amüsiert waren wir auch über Kays Information, dass wir den besten Busfahrer von Kyoto – am nächsten Tag von Nara – dann auch von Tokio hatten und wenn nichts anderes passte, dann wars der beste Fahrer von Japan. ;-) Danke all Ihr Busfahrer, wir fühlten uns immer sicher und gut befördert!

Hoffentlich richtig recherchiert gab es nur eine einzige Kritik – die Größe der Hotelzimmer! Aber wir waren ja eigentlich auch nur zum Schlafen drin… Unsere Koffer waren aber sooo groß und voll und wir hätten so gern mal ordentlich ausgepackt!


 

Und was sagen die anderen  zu Thailand?

Bangkok empfanden viele als krassen Gegensatz zu Japan. Armut, Schmutz und kaum vernünftige und freie Gehwege fiel einigen dabei besonders auf.

Hingegen die Menschen wurden ähnlich eingeschätzt wie in Japan: freundlich, offen, bescheiden und hilfsbereit.

Die Hotels wurden mit ihrem Luxus als besonders bemerkenswert immer wieder aufgeführt. Gerade in Hua Hin ist die Anlage sehr ansprechend gewesen, ein wunderschöner sauberer Strand, großzügige Hotelzimmer. Auch das herrlich warme Wasser im Meer und im Pool genossen die Mitglieder unserer Gruppe.
Auffällig war für viele auch die üppige Natur.

Aber auch das thailändische Essen war bemerkenswert. Die Gewürze, die Früchte, alles sehr vielseitig. Aber: einige waren begeistert von der Schärfe des Essens, einige dagegen sahen diese Schärfe als kritisch an.

Der Abend mit der Frauen-Nationalmannschaft wird wieder als ein besonderes Highlight in die Annalen der Fan-Reisen eingehen. Die Offenheit und Natürlichkeit unserer Athletinnen war sehr angenehm und der Abend hat sicherlich beiden Seiten gefallen.

Der Nachtmarkt war so ein weiteres Ereignis, was bei vielen Begeisterungen ausgelöst hat. Dieses Riesen-Angebot an Speisen und die Atmosphäre dort waren beeindruckend. Allerdings fiel eben auch auf, dass an manchen touristischen Zentren die Händler zum Teil sehr aufdringlich waren. Das war besonders in Bangkok so.

Das Highlight in Thailand waren aber für alle die wohltuenden Massagen. Sowohl Thai-Massagen als auch Aroma- und Fußmassagen waren im Salon gegenüber der Hotelanlage im Angebot. Und manche nutzten es täglich zwei Mal!

Viele waren begeistert von den Tuc-Tuc-Taxis – und manche erinnerten sich mit viel Spaß an die Fahrten, als sechs Insassen gemeinsam transportiert wurden.

Alles über allem standen nach dem recht teuren Leben in Japan die sehr günstigen Preise in Thailand.

 

Das wars…

Am Sonntag dem 19. September gings dann wieder nach Hause. Mit einem ganzen Stück Wehmut nahmen wir Abschied vom Meer, der wunderschönen Anlage des Sofitel-Hotels und letztendlich auch von Bangkok und Thailand. Wir treten mit sehr viel Sonne im Herzen die Heimreise an und haben einen 11-stündigen Flug vor uns. Letztendlich ist er kurzweiliger als diese lange Zeit vorzugeben scheint. Außerdem sind wir ja um 12 Uhr in Bangkok abgeflogen und waren bereits kurz nach 18 Uhr in Frankfurt. Also soooo lang wars dann doch wieder nicht  ;-)

 

In Frankfurt dann das übliche Procedere. Das Aussteigen aus dem riesigen Flieger dauert sehr lang, die Gruppe stiebt auseinander und wer sich nicht bereits vorher verabschiedet hat, findet kaum noch einen in dem Massengetümmel. Aber macht nichts, wir sehen uns ja alle wieder auf den Matten dieser Welt. Ob nun in Hamburg, Düsseldorf oder wo auch immer zu Wettkämpfen in Deutschland - oder dann im nächsten Jahr zur nächsten Reise.

 

Für mich war diese Reise die zweite DJB-Fanreise nach Rio 2007. Sie war aber wieder genauso traumhaft schön. Zum einen war sie wieder toll organisiert mit äußerst attraktiven Zielen, zum anderen ist die Stimmung in der Gruppe großartig. Fast alle kennen sich und die “Neuen” werden schnell integriert, sodass wir vom ersten Augenblick der Reise viel Spaß miteinander haben.

 

Ein Dankeschön möchte ich noch geben. Die Vorbereitung solch einer Reise ist recht aufwändig. Der Geschäftsführer des DJB, Reinhard Nimz, stellt sich dieser Aufgabe immer wieder und bringt tolle Ideen ein. Danke Reinhard für die Vorbereitung, Organisation und die kompetente “Reiseleitung” vor Ort! Wir wissen es zu schätzen, wie groß der Aufwand ist. Die Reisen sind immer wieder schöööööön!

 

Wir haben unseren Reisewunsch für 2011 bereits angemeldet. Im nächsten Jahr könnte die Fangruppe ja mal die Junioren unterstützen. Die Weltmeisterschaft in Kapstadt bietet sicher wieder ein lohnendes Ziel. Wer Interesse bekommen hat, sollte immer aufmerksam in der DJB-Seite stöbern… 

Sonnenaufgang in Südafrika

 

Einen Beitrag gibts dann noch, mit dem ich den blog beenden werde. Die Mitglieder unserer Reisegruppe haben ihre Eindrücke aus dem jeweiligen Land ebenfalls zusammengetragen. Ich werde diese Dinge alle noch aufarbeiten und dann hier noch ergänzen. Außerdem gibts noch Fotos….

Einiges zu Wetter, Klima und Meer

Die offiziellen Temperaturen lagen in den letzten Tagen in Thailand bei 32 °C, nachts übrigens nur unbedeutend weniger. Abends um 21:00 Uhr zeigte das Thermometer immer noch 29 °C an.

 

Allerdings lag die Luftfeuchtigkeit bei 89%. In der Stadt war die Haut eigentlich immer feucht und die Sachen klebten. Dadurch ist jedoch die gefühlte Temperatur deutlich höher. In der Anlage durch die Meeresnähe ging es aber und war sehr erträglich.

Ein großer Nachteil ist auch, dass die Badesachen oder auch andere Wäsche sehr schwer trocknet.

 

Ich glaube, diese Feuchte ist auch der Grund, warum unsere Koffer seit unserer Abreise vor reichlich zwei Wochen um einige Kilo schwerer geworden sind ;-) Oder sollte es da einen direkten Zusammenhang mit dem “leichter” werdenden Konto geben?

 

09-17-sonnenaufgang-0523.jpg


Sonnenauf- und -Untergang war immer kurz nach 6 Uhr morgens bzw. abends. Die Sonne ging über dem Meer auf - eigentlich mit direktem Blick von meiner Terrasse aus. Aber leider gab es trotz täglicher (!!!) Versuche keine Chance, den Sonnenaufgang in seiner Schönheit zu fotografieren. Und ich als Lieblingslangschläferin bin tatsächlich jeden Morgen kurz vor 6 raus und hab geschaut! Es war über dem Meer immer eine dicke Wolkendecke und es war neblig. Schade!

Ab halb 7 dann begann die Sonne zu strahlen, da stand sie aber schon recht hoch.

 

Gewöhnlich trübte es sich am Nachmittag dann ein und begann zu regnen. Aber bis dahin hatten wir schon sooo viel Sonne getankt, dass es gut war, sich zurück zu ziehen.

 

Etwas undurchsichtig waren für mich Ebbe und Flut. Jeden Morgen gegen 8.00 Uhr zum morgendlichen Bad im Meer musste ich mindestens 50 m weiter vom Strand laufen als sonst, um im Wasser zu sein. Alle Steine an unserem Strand lagen frei, das Wasser war sehr flach und man musste weit reinlaufen, bis man einigermaßen im Wasser war. Offiziell war die niedrigste Tide kurz nach 6.00 Uhr. Wenn wir nach dem Frühstück baden gingen, war alles Wasser wieder da. Die höchste Tide war laut Aushang jedoch kurz nach 16.00 Uhr. Aber selbst am späten Abend stand das Wasser noch sehr hoch. -  Ich habe einfach keinen Rhythmus erkennen können. 

 

Vom Wai, freundlicher Security und handelsfreudigen Verkäufern


Die Thais sind äußerst auf Etikette bedacht. Sie grüßen immer und in jeder Situation mit zusammengelegten Händen vor dem Körper. Das ist für sie Begrüßung, Verabschiedung und auch Dankeschön zugleich. Dieser sogenannte Wai wird nach ziemlich strengen Regeln durchgeführt. Es erinnert aber auch an die Grußregeln in Deutschland. Er unterliegt sowohl einer Hierarchie als auch dem Alter. Es wait also immer erst der Jüngere den Älteren und der Untergebene den Vorgesetzten.

Stefan, der Management-Student aus der Schweiz, der ein halbes Jahr Praktikum im Sofitel-Hotel macht, informierte uns auch noch über weitere Besonderheiten der Thailänder.

Zum Beispiel gibt es in Thailand oftmals Getränke in Plastikbeuteln. Wir haben es in unserem Touri-Zentrum zwar nicht gesehen, aber es soll in Thailand üblich sein.

Die Thailänder essen vieles am Spieß. Überhaupt geht es bei den Thais den lieben langen Tag ums Essen. Sie essen eigentlich immer. Neben den Hauptmahlzeiten knabbern sie ständig etwas oder naschen.

Morgens essen sie bereits recht herzhaft. Frittiertes Fleisch, Reis und warme Gerichte stehen bereits auf dem Frühstückstisch. Das ist auch die Hauptmahlzeit der Thais. Sie kochen morgens, machen ein ausgedehntes Frühstück und gehen erst dann zur Arbeit.

Amüsant fand ich, dass die Thais nicht einfach fragen: „Hallo wie geht es?“, sondern „Hallo, hast Du schon gegessen?“  Stefan beklagte, dass er dann immer sagen muss, dass er noch nicht dazu gekommen ist und die Thais das ganz und gar nicht verstehen. Für uns ist das alles fast unverständlich. Die Thais essen den ganzen Tag und sind aber gertenschlank. Vielleicht sind es die Gene, oder eben doch ein gesundes Essen? Fakt ist, dass die Waage am Ende nach reichlich zwei Wochen gutem Essen und Trinken eher weniger anzeigt als bei der Abfahrt.

Immer wenn wir aus der Hotelanlage gingen oder an den Strand, stehen freundliche, uniformierte Security-Männer, die sehr freundlich grüßen - ganz militärisch mit zusammengeschlagenen Hacken und die Hand an der Mütze. Dabei geben sie uns immer das Gefühl der Achtung und Freundlichkeit von Herzen. Ein sehr angenehmes Gefühl.

Was mich etwa sehr befremdet, ist allerdings oftmals ein etwas übertriebenes Dienstleistungsgehabe. Bereits in Bangkok kommt eben einfach mal ein Hotelangestellter ins Zimmer, verrichtet irgendwelche unsinnigen Dinge. Warum mir nun jemand die Fernbedienung des Fernsehers vom Fernsehtisch auf die Bettdecke legen muss oder das Fußabtrete-Handtuch im Bad drapieren muss, das habe ich bis heute nicht verstanden.
Koffertragen ins bzw. aus dem Zimmer lass ich mir ja noch gefallen. Aber dass ich meine Anmeldeformulare im Sofitel-Hotel nicht selbst ausfüllen darf, das hab ich nicht kapiert. Das Personal sammelte die Pässe ein und ergänzte die Daten selbst.

Kopfschüttelnd beobachtet habe ich aber auch, dass an der Raststätte beim Kaffeekauf eine Dame vor dem Verkaufstresen steht, die als „Vorarbeiterin“ der Kassiererin und des Kaffee-Ausschenkers arbeitet. Selbst das Wechselgeld gibt die Kassiererin über diese Frau zurück, obwohl beide den gleichen Abstand zu mir haben.

Die ganze Dienstleisterei geht allerdings soweit, dass diejenigen auch immer „die Hand“ aufhalten. 20-Baht-Scheine – das sind ca. 50 Cent – sollte man stets bei sich haben.

Die Putzfrau im Zimmer überstürzt sich dadurch aber auch vor lauter Freundlichkeit und füllt sogar am Abend noch einmal das Wasser frisch auf.

Einkaufen erinnert in Thailand an orientalische Basare. Vielleicht nicht ganz so extrem, aber dennoch gab es allerhand Preisnachlass, wenn man handelt. Ungewöhnlich ist dies jedoch in normalen Geschäften. Ich denke dass wir so manches Mal viel zu viele Baht bezahlt haben. Aber bei den Preisen hab ich nicht unbedingt ein schlechtes Gefühl. Wir haben immer noch sehr viel preiswerter eingekauft als bei uns.

Mein Nachbar im Flieger, der mit einer thailändischen Frau verheiratet ist und gerade auf der Rückreise vom Familienurlaub ist, erzählte noch weitere Besonderheiten der Thais.

Ich fand amüsant, dass Thailänder wenn sie in die Gaststätte gehen, bereits beim Reingehen in die Gaststätte im Laufen bestellen. Unser Procedere, erst die Speisekarte zu studieren, scheint völlig unverständlich.

Auch erzählte er, dass in Thailand zwar jeder seinen Namen hat, aber eigentlich nur unter einem Nicknamen bekannt ist. Den vergeben Nachbarn, das Dorf oder Freunde. Seine Frau hat einen typischen thailändischen Namen, wird aber nur Pu genannt. Er selbst gebraucht beide Namen.

Wenn Thais nach Deutschland fliegen wollen, übrigens auch lediglich in den Urlaub, dann müssen sie nachweisen, dass sie Deutsch können und eine Mindeststundenanzahl Unterricht absolviert haben. Früher war diese Regelung offener, aber offensichtlich will man da Schmuggel verhindern.

Hua Hin


Unsere  Tage in Hua Hin vergingen wie im Flug. Wir genossen vor allem die Sonne, den Pool und das Meer.

Temperaturen von über 30° und eine hohe Luftfeuchtigkeit ließen uns zwar wieder bzw. immer noch schwitzen, aber durch das Lüftchen am Meer war es dann wieder erträglich.

Logischerweise unterschätzten wir dann auch die Sonne und hatten am ersten Abend weiße „Badesachen“ an auf einem sonst ziemlich roten Körper.

Bereits am ersten Abend schwärmten die ersten von den Thai-Massagen. Für 300 Baht – das sind gerade mal 7,50 Euro – verwöhnten die Mädels eine Stunde lang z.B. mit Fuß- oder verschiedenen Aromamassagen.

Abends gab es dann ein gemeinsames Essen mit der Frauen-Nationalmannschaft, die zu einem Analyselehrgang zur Nachbereitung der WM für zwei Tage hier sind. Es war ein sehr angenehmer Abend, bei dem viele Fans endlich die Frauen auch einmal persönlich kennen lernen konnten.

Die schönste Frauen-Nationalmannschaft der Welt!

Der Abend klang dann individuell aus.

Es gab verschiedene Ausflugsmöglichkeiten in Hua Hin. Einige nutzten die Möglichkeit, auf Elefanten zu reiten. Immer zwei Personen thronten hoch oben unter einem Sonnenschirm. Die Elefantenführer gingen mit uns durch eine ziemlich große Wasserlache, einen Anstieg hoch, von dem wir „hoch zu Elefant“ einen schönen Ausblick hatten und zeigten uns verschieden Bäume wie Papaya, Mango und andere.

“Hoch zu Elefant” durch Thailand

Am Ende unserer Tour durften wir dann die Elefanten noch mit Bananen füttern und sie führten allerlei Zirkuskunststückchen vor.

Ein weiteres Ausflugsziel waren die Monkey Mountains. Wir fuhren dorthin mit einem Tuc-Tuc-Taxi. Das sind dreirädrige Fahrzeuge, die das Straßenbild in Thailand überall mit bestimmen. Wir kamen zu sechst – eigentlich viel zu viele für ein Tuc-Tuc. Unser Fahrer hatte jedoch ein gutes Vertrauen in sein Gefährt und nahm uns alle mit.

Sechs Personen im Tuc-Tuc

20 Minuten für eine Fahrt durch die Stadt zu den Affenbergen und zurück mit einer Stunde Aufenthalt für insgesamt 12,50 € war wahrlich günstig. Wir hatten viel Spaß, insbesondere als wir doch ein recht steiles Stück überwinden mussten.

Was uns dort erwartete war schon sehr überraschend. Unendlich viele Affen sprangen überall herum, kletterten auf Bäumen, Leitungen und Dächern. Dabei waren auch viele Baby-Affen, die noch von der Mutter getragen und gesäugt wurden.

Der größte Spaß jedoch war, eine Schale Futter zu kaufen und die an die Affen zu verfüttern. Die Affen kannten diese Prozedur genau, es schien als kämen hunderte von Affen zur Fütterung.

Ursula als Herrin der Affen ;-)

Ich hatte die Schale nicht schnell genug verstreut, die Affen waren jedoch ungeduldig und warteten auf das Futter. Ein ganz frecher kletterte einfach an mir hoch bis auf die Schultern, um an sein Fressen heranzukommen. Es gab viel Spaß damit.

Ein Abenteuer war auch der Nachtmarkt von Hua Hin. Hunderte von Verkaufsständen und viele Essbuden prägen das Bild. Es ist interessant gewesen, dort zu schlendern.

Immer wieder sieht man auch blinde Menschen, die mit einem einfachen Lautsprecher vor dem Bauch und einem Mikro in der Hand thailändische Lieder sangen. Manchmal mochte man zwar ganz gern „ausschalten“, aber auch sehr krummer Gesang gehört eben zu diesem Markt dazu.

Eine Besonderheit in Thailand ist auch, dass es vor allem in den Touristenburgen sehr viele Läden gibt, die Maßschneiderei anbieten. Die tollsten Kleider, aber auch Anzüge, Hemden, Hosen, Blusen. Alles kann man sich maßschneidern lassen, bis hin zur Krawatte.

Preislich je nach Stoffqualität sicher sehr unterschiedlich, hat man natürlich den Vorteil, dass es wirklich passt.

So verbrachte jeder die drei Tage mit seiner eigenen Planung und erlebte seine kleinen Geschichten.

Über allem stand jedoch immer wieder das Meer mit seinem „Badewasser“, der Pool, der genauso warm war, die Sonne und das Relaxen auf der Poolliege bei einem kühlen Bierchen, einem Mai Tai oder einer Pina Colada.

Urlaub im Paradies…


Nun nur eine ganz kurze Meldung. Die drei Tage Hua Hin in Thailand sind schneller vergangen als wir denken konnten.

Es gab viele Dinge, die wir genossen haben. Die meiste Zeit verbrachten wir am Pool oder im Meer, manche waren Ausreiten auf Elefanten oder fütterten die Affen in den Affenbergen. Fast alle genossen verschiedene Massagen der Thai-Mädchen und wir schlenderten auf dem Nachtmarkt.

Vieles an weiteren Infos und auch viele Bilder mehr kommen dann ins Netz, wenn wir wieder zu Hause sind. Morgen früh um 6:00 Uhr ist Abfahrt am Hotel. Wir haben uns heute bereits wehmütig vom Meer verabschiedet. Sonntagabend werden wir wieder in Deutschland ankommen.

Paradies am Meer…


Uns hat ja schon das Sheraton-Hotel begeistert. Was uns aber hier erwartet, übertraf alle unsere Vorstellungen!

Großzügige Zimmer, Balkons an jedem Zimmer, eine wunderschöne Anlage und wenige Meter von unseren Zimmern entfernt das sanft dahin rauschende Meer. Es ist wie im Paradies! Endlich kann man mal den Koffer ordentlich auspacken, kann sich großzügig einrichten und einfach nur genießen.

Sofitel-Hotel in Hua Hin

Ich habe nach einem kleinen Abendessen in der Stadt mit Getränk für insgesamt fünf Euro erst einmal einen kleinen Rundgang durch die Anlage gemacht. Es ist eine Idylle! Bin bis zum Meer gegangen und habe mit den Füßen geprüft, ob das Wasser auch wirklich „bebadbar“ ist. Es ist wunderschön! Letztendlich stellt sich heraus, dass das Meer von meinem Zimmer schätzungsweise 80 bis 100 Meter entfernt ist!

Ich sitze auf meiner Terrasse, schreibe diesen Blog und genieße das leichte Rauschen des Meeres ganz in der Nähe. Ich mag fast gar nicht ins Bett gehen. Die Grillen zirpen, die Frösche vom Pool quaken durch die Nacht, es ist sehr warm und sonst still. Ich genieße es einfach, hier zu sein!

Ich melde mich wieder, jetzt ist erst einmal Nachtruhe angesagt…

Wissenswertes über Thailand…

Unser Reiseführer Tim erzählte uns einiges zu Thailand und Bangkok.Die Hauptstadt wurde erst 1782 gegründet. Es wohnen mittlerweile über 7 Millionen Menschen in Bangkok und im gesamten Verwaltungsbezirk, der Bangkok Metropol Region rund 12,2 Millionen.
Der offizielle Name der Stadt Bangkok in Thai lautet in transkribierter Form: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. Es ist die alte Thai-Bezeichnung der thailändischen Hauptstadt Bangkok und mit 168 lateinischen Buchstaben der längste Ortsname der Welt.

In Thailand gibt es eine bunte Mischung von vielen Volksgruppen, Chinesen, Thais, Laoten, Kambodschaner, Inder, Vietnamesen und viele mehr. Diese Mischung von Volksgruppen bezeichnet man als Siam. Deshalb hieß dieses Land früher auch Siam. Erst 1949 wurde die Bezeichnung des Landes in Thailand geändert.Im Land wohnen ca. 65 Millionen Menschen, von denen über 95% Buddhisten sind. Die Menschen sind sehr gläubig und viele haben sogar ihren eigenen Tempel auf dem Grundstück bzw. am Haus.

Thailand hat nach wie vor einen König. Rama der Neunte ist außerordentlich beliebt und wird von der Bevölkerung sehr verehrt. Unser Reiseleiter Tim spricht auch immer von „unserem“ König.
Jeder Haushalt soll mindestens ein Foto von ihm hängen haben. Er wird allerdings am 5. Dezember bereits 84 Jahre alt. Sein Sohn – er hat auch noch drei Töchter – ist Thronfolger und wird auf die Aufgabe vorbereitet.

Allerdings hat der König keine weitere Macht mehr. Er repräsentiert vor allem und setzt sich für die armen Leute im Land ein.

In Thailand wird wie auch in Japan links gefahren. Damit kennen wir uns nun mittlerweile ja schon bestens aus.

Reis ist Hauptnahrungsmittel und er symbolisiert Fruchtbarkeit. Wir sehen auf unserer Fahrt nach Hua Hin viele Reisfelder am Straßenrand.

In Thailand besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Mit sechs Jahren werden die Kinder eingeschult und sind von ca. 8.00 bis 15.30 Uhr in der Schule – so ungefähr sind auch die Eltern an ihrer Arbeit.
Der Staat finanziert für die Schule alles: Bücher, Hefte, Stifte, auch die Schuluniform.
Nach der Erfüllung der Schulpflicht können die Jugendlichen zur Oberschule und studieren oder sie gehen zur Berufsschule.

Die Währung in Thailand ist der Baht. Für einen Euro haben wir fast 40 Baht erhalten.

Die Verdienste sind nicht allzu hoch. Sehr gut ausgebildete Fachkräfte haben Einstiegsgehälter von 9-13.000 Baht pro Monat, also ca. 300 €.

Grundsätzlich ist das Leben sehr preiswert. Wir Touris merken allerdings die Unterschiede, zum Teil ist es auch ein Stück Abzocke.

Wir werden in den touristischen Zentren regelrecht belagert von Souvenirverkäufern. Postkartenleporellos, Taschen, Bilder, religiöse Figuren – alles mögliche zu überteuerten Preisen. Es ist ziemlich schwer, sich diesen Händlern zu entziehen.

Der Liter Super kostet hier übrigens gerade mal 30 Baht – umgerechnet also ca. 75 Cent!

Thai - land der Gegensätze…


In konzentrierter Form sollten wir heute die Thailändische Hauptstadt kennenlernen. Es sollte uns viel Prunk und Reichtum, aber auch Armut erwarten.

Unsere Gruppe am Traimit-Tempel

Die einzelnen Sehenswürdigkeiten waren so überwältigend, dass ich lieber einzelne Beiträge draus mache.

Zuerst fuhren wir zum Tempel Wat Traimit in Chinatown.

In einer tollen Anlage besichtigten wir dort den Goldenen Buddha. Der ist 3,5 m hoch, wiegt 5,5 Tonnen und ist aus massivem Gold!!! Es ist unvorstellbar, was dieser Buddha bei den derzeitigen hohen Goldpreisen für einen Wert hat!

Der Goldene Buddha in Wat Traimit/Chinatown

Solche überdimensionierten Sehenswürdigkeiten lösen allerhand Ehrfucht aus und man steht fasziniert und staunend davor.

Interessant war auch, dass Schulklassen kamen und vor dem Buddha beteten. Völlig im sich gekehrt knieten die Kinder vor der Statue.

Es regnete noch immer etwas und war sehr warm. Diese enorme Luftfeuchtigkeit trieb uns die Schweißperlen schon beim Nichtstun auf die Stirn. Wir haben ja schon in Japan gemerkt, wie heiß und schwül es ist, hier ist es noch schwüler.

Prunk im Königspalast


Mit der Gründung der Stadt Bangkok wurde der Königspalast gebaut. Er war bis Rama des Vierten immer bewohnt. Nunmehr haben die Könige gewöhnlich ihren eigenen Wohnsitz. Dennoch finden nach wie vor die großen öffentlichen Zeremonien dort statt.

Im Empfangssaal ist alles sehr prunkvoll. Der Throm ist voller Gold, wobei sich der König seinen eigenen Thron vor dem seines Vaters bauen ließ. Etwas niedriger vor Ehrfurcht, aber kaum weniger prunkvoll. Die nächste öffentliche Zeremonie findet am 5. Dezember zu seinem 84. Geburtstag statt.

Die ganze Palastanlage ist sehr beeindruckend. Viel, viel Gold, viel Buntes und da mittlerweile die Sonne durch die Wolken lugt, leuchten und schimmern die Farben, insbesondere das Blau, besonders intensiv.

Höhepunkt der Palastbesichtigung ist der Königstempel mit dem Smaragdbuddha. Dieser nur 66 cm kleine Buddha ist aus einem grünen Jadestein gefertigt und wird von den Thais sehr verehrt. Es ist faszinierend, so einen großen „Edelstein“ zu sehen.

Smaragdbuddha aus Jade - Thailands meist verehrter Buddha

Dieser doch eher kleine Buddha thront hoch oben auf einem mit viel Gold verzierten Altar. Leider darf man auch hier ebenso wenig wie im Thronsaal fotografieren. Allerdings gb es von außen eine kleine Lücke, von wo aus man einen Blick nach innen hatte. Drt war Fotografieren auch erlaubt.

Wir sind insgesamt überwältigt von dem Reichtum, dem vielen Gold und den Farben.

Leben am Khlong - der Gegensatz


Nach dem Mittagessen gingen wir aufs Schiff und fuhren vom Phraya-River – dem Königsfluss – in einen Khlong hinein. Dies ist ein Kanal, von denen es in der Stadt sehr viele gibt.

Es war eine sehr interessante Fahrt, sah man doch einiges davon, wie hier die Leute leben.

Viele Menschen bauen ihre Häuser auf Pfählen und wohnen direkt am Wasser. Es sind sehr einfache Häuser und im November, wenn die Regenzeit viel Wasser auch aus den Bergen bringt, gibt es regelmäßig Hochwasser und die Häuser stehen je nach Höhe der Pfähle oft unter Wasser.

Leben am Khlong

Ich stell es mir grausig vor, wenn dieses wenige Hab und Gut dieser Menschen auch noch Opfer des Wassers wird.

Das Wasser des Kanals ist ziemlich aufgewühlt und damit sehr trübe. Die Menschen an den Klongs waschen sich allerdings in diesem Wasser, waschen auch ihre Wäsche darin und leben mit diesem eher braunem Wasser.

Beim Einsteigen auf das Boot sahen wir z.B. einen Mann im Phraya-River baden und seine Sachen waschen. Appetitlich war das nicht unbedingt!

Tempelanlage am Khlong

prunkvolles haus am Khlong

Wir sahen am Ufer aber auch einige Tempel, auch tolle, fast prunkvolle Häuser und wir stiegen bei den königlichen Barks aus. Auch dort wieder viel Prunk – und wenn ich mir vorstelle, wie diese schmalen Boote auf dem Fluss schwimmen sollen staunte ich schon. Bei der Geschwindigkeit des Wassers und dem Wellengang – alle Achtung!

Königliche Barks

 Königliche Barks  Königliche Barks

Königliche Barks

Amüsant war auch der Ein- und Ausstieg aus dem Boot. Ohne Leiter, ohne Steg hopsten wir einfach aus dem Boot auf den jeweiligen Ponton. So etwas wäre bei uns niemals möglich! TÜV lässt grüßen!

Den zweiten Ausstieg hatten wir am Tempel Wat Arun – ein Steintempel, sehr hoch, sehr verziert und es gab die Möglichkeit, ihn zu besteigen.

Dass Treppenstufen hier in Asien keine DIN-Norm haben, hatte ich schon in der Wettkampfhalle in Tokio gemerkt, aber hier waren die Stufen völlig jenseits von allen Normen.

Im ersten Teilstück waren die Stufen einfach nur sehr hoch. Aber dann wollten wie auch noch die Herausforderung annehmen, die nächste Etage zu erklimmen. Der Aufstieg war derartig steil, dass man einfach nur nach vorn oben schauen durfte, nie zurück! Es waren einfach sehr hohe Stufen und sehr schmal.

Oben dann ein herrlicher Ausblick – wir waren dennoch nur etwas ein Drittel des Tempels oben.

Unser größtes Problem war aber, diese Stufen wieder hinunter zu kommen. Bei so manchem half da nur noch der Galgenhumor. Wir sind echt rückwärts runter gegangen! Aber wir waren alle stolz auf uns und es war einfach ein tolles Erlebnis, da oben gewesen zu sein.

Nun noch ein kurzes Stück mit dem Boot und wir gingen zum Tempel Wat Po.

Wat Pho – der liegende Buddha

Hauptattraktion des Tempels war der liegende Buddha. Wir hatten ja keine Vorstellung! Der liegende Buddha war 46 Meter lang und hat eine Höhe von 15 Metern!Aus Beton gegossen, mit Blattgold komplett belegt und die Füße sind mit Intarsienarbeiten aus Perlmutt gestaltet. Was für ein Größenwahn!

Der liegende Buddha

Dieser Buddha ist nicht besonders schön, einfach eben nur gewaltig! Und da Größe auch Macht bedeutet, ist er eben in Thailand sehr verehrt.

Der liegende Buddha

Man geht und geht und sieht nach jeder Säule des langen Tempels immer noch einen riesigen goldenen „Klops“. Beeindruckend war es schon, aber wenn man so ein Riesenteil in so eine schmale Halle zwängt, wirkt es aber auch nicht mehr so.

Mich hat dann noch viel mehr die Tempelanlage beeindruckt. Ich habe noch ein paar Minuten herausgeschunden, um mir etwas mehr davon anzuschauen.

Tempelanlage

Tempelanlage Tempelanlage Tempelanlage

Danach gings wieder in den Bus und wir fuhren nach Hua Hin. Durch die Rush-Hour von Bangkok sollte es eine recht lange Fahrt werden und wir brauchten weit über zwei Stunden.

Ankunft in Thailand…

Zuvor bekamen wir noch einen kleinen Eindruck von Tokio, den Dimensionen und der Moderne dieser Stadt.

Rainbow-Bridge in Tokio

Unter anderem fuhren wir über die Rainbow-Bridge. Den Namen hat diese Brücke bekommen, da sie abends bunt wie ein Regenbogen angestrahlt wird. Wir sahen aber auch die Skyline mit vielen Hochhäusern und das ländlich werdende Tokio in den Außenbezirken.

Skyline von Tokio

Narita ist ein Riesen-Flughafen. Am Eingang des Geländes wurden sogar Kontrollen durchgeführt. Autos mussten da schon mal den Kofferraum öffnen, wir kommen lediglich mit einem kurzen Hallo des Kontrolleurs in den Bus durch.

Reichlich sechs Stunden waren wir unterwegs – wieder mit der Thai-Airlines und dem super-Service. Wir kamen mit zwei Stunden Zeitverschiebung „Richtung Deutschland“ in Bangkok an. Wir haben also “nur“ noch 5 Stunden Zeitvorsprung, haben also heute zwei Stunden geschenkt bekommen ;-)

Die „Stadt der Engel“, wie Bangkok übersetzt heißt, bot so ein ganz anderes Bild als Japan. Ärmer, einfacher, auch schmutziger war unser Eindruck. Das Erstaunliche war eigentlich, dass die Thailänder zu ihrer Hauptstadt nie Bangkok sagen. Dies ist lediglich eine Bezeichnung im internationalen Bereich. Für die Thailänder ist der Name ihrer Hauptstadt Krung Theb.

Der internationale Name leitet sich aus einer Bezeichnung des alten chinesischen Siedlungsgebietes Bangnakok ab ud heißt übersetzt: Dorf im Pflaumenhain.

Auffällig auch in Bangkok: diese Energieleitungen! Ob wir wirklich Strom haben werden? Soo großes Vertrauen haben wir in diese Leitungen nicht, da war Japan ja noch „geordnet“!

Nach reichlich eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir in unserem Hotel Royal Orchid Sheraton an. Wir waren alle hin und weg! Nach den minimalistischen japanischen Hotels nun so ein Luxushotel! Wir wohnten alle in der 24. Etage mit Blick auf den Phraya-River! Nein dieses Bild ist keine Postkarten-Luftaufnahme! Diesen Blick konnten wir aus unseren Hotelzimmern genießen!

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Bis zum Treff um 19:15 Uhr zur abendlichen Schiffsfahrt auf dem Phraya-River mit Abendessen genoss wohl jeder von uns sein Zimmer.

Leider regnete es schon die ganze Zeit in Bangkok. Wir haben uns unglücklicherweise den Monsunmonat September für unseren Aufenthalt ausgewält!

Dadurch saßen wir auch auf dem Schiff die ganze Zeit unter dem Dach. Das Abendbuffet war international, es gab sogar Sushi! Aber wir waren nicht mehr in Japan, die Thais können es nicht so exquisit zubereiten. Ansonsten ist die Thai-Küche recht scharf, viel mit Chili und anderen Gewürzen.

tanzende Thai-Mädchen

tanzende Thai-Mädchen tanzender Thai

Eine schöne Stimmung verbreiteten tanzende Thai-Mädchen, Gitarre-spielende Sänger und eine Band an Bord. Zu dieser Atmosphäre hätte eigentlich eine laue Sommernacht gehört und keine Regennacht. Sehr hat mir bei der Fahrt die Brücke Rama des Achten imponiert. Eine Pylone mitten auf der Brücke und die unendlich vielen gespannten Seile zum Ufer hin wurden bunt angestrahlt. So stelle ich mir die Rainbow-Bridge in Tokio vor!

Die Brücke ist übrigens am 20.09.2002 erst eingeweiht worden und ist eine Schrägseilbrücke, die an vergoldeten Seilen gespannt ist. Der Pylon ist 160 m hoch über einer vierspurigen Fahrbahn. Insgesamt ist die Brücke 2,45 km lang!

Brücke Rama des VIII.

Der Königspalast vom Chao Phraya aus im abendlichen Glanz

Nach einem kleinen Absacker in der Hotellobby mit einer Beatles-Band im Hintergrund zogen sich alle in ihre tollen Zimmer zurück.

Der Anblick des Lichtermeeres von unserem Fenster aus war schon etwas Besonderes.

Abendliches Bangkok vom Hotelzimmer aus

Good Bye Nippon!


Wir sitzen nun im Flieger, Japan adé!

Tokio-Tower

Es gab vieles, was uns an diesem Land begeistert hat, uns schwärmen lässt von einer völlig anderen Kultur und wir begeistert sind von der Freundlichkeit und Ehrlichkeit der Menschen.

Sehr auffällig war dieses unendliche Sicherheitsgefühl, egal in welcher Stadt wir waren. Selbst einen verlorenen Kugelschreiber bringen die Japaner hinterher. Es war sehr wohltuend, sich auch spät abends noch mit einem Trolley voller teurer Technik oder mit einem großen Fotoapparat umhängend allein durch Tokios Straßen bewegen zu können und keine Angst haben zu brauchen.

Hier nun aber noch einige Besonderheiten und Eindrücke von Japans Hauptstadt Tokio und unseren vergangenen Tagen hier. Ich werde die Beiträge etwas unterteilen, um übersichtlicher zu bleiben.

Nach unserer Ankunft in Tokio machten wir erst mal die Gegend unsicher. Kay sagte uns, dass man am Bahnhof unserer Japanese Railways gut essen gehen könne. Gesagt, getan. Wir sind natürlich beim Japaner eingekehrt – Sushi essen!

Es ist immer wieder ein Genuss, im Mutterland des Sushi dieses Essen zu genießen!

Am Freitag dann ein Tipp: Shinjuku – tolles abendliches Flair, Nachtleben pur in Tokio!

Nach dem Wettkampf – spät abends gegen 21.00 Uhr – fuhren wir diese zwei Stationen weiter und es erschloss sich für uns ein glamourreiches Nachtleben. Leider hatten wir mit der Gaststätte für unser Abendessen weniger Glück. Eigentlich urgemütlich, entpuppte sich unser Lokal immer mehr zur weiberkeifenden und unruhigen Gastlichkeit. Das Essen war nur zum Teil gut, Thunfisch-Sashimi war zäh und voller Sehnen – aber wir mussten 490 Yen pro Person Tax bezahlen! 5,- Euro extra als Bediengeld! Und das bei diesem schrillen Krach der beiden Bedienungen und dafür, dass sie uns am Ende den Tisch unter den Fingern weg gezogen haben! Ok, wir waren in der Touristenmeile, aber dennoch!

Nachtleben in Shinjuku

Es war aber trotzdem spannend und für uns sehr verblüffend, wie sehr am Freitagabend in Shinjuku der Bär steppt! Es war Himmel und Hölle unterwegs!

Mit der fast letzten Bahn gings dann zurück ins Hotel.

Am Samstag gab es bedingt durch das frühe Ausscheiden der deutschen Athleten bei der WM für ein paar Stunden die Möglichkeit, etwas selbst zu machen. Ich nutzte die Gelegenheit, mir den Meji-Schrein in unmittelbarer Nähe der Halle anzuschauen.

Das größte Tor aus Zedernholz Japans

Es war beeindruckend! Das größte Zedernholztor der Welt „bewacht“ diesen Schrein. Außerdem hatte ich das Glück, dass gerade eine Hochzeit stattfand und ich diese Hochzeit beobachten konnte. In Japan läuft so etwa ganz anders ab als bei uns.

Brautpaar in Japan Brautpaar in Japan

Das Brautpaar wurde von einem Geistlichen gut beschirmt an der Spitze der ganzen Hochzeitsgesellschaft in den Schrein geführt. Dort erhielt das Brautpaar seinen Segen und marschierte im gleichen Tross wieder raus. Dann gings zum Hochzeitsfoto. Ganz akkurat gestellt, die Personen, die insbesondere in der ersten Reihe saßen, wurden genauestens zurecht drapiert und erhielten Anweisungen, wie sie sich zu setzen hatten. Es war äußerst interessant.

Hochzeitsfoto

Die Braut hatte sicher einen edlen und teuren Kimono an. Mir hat es ehrlich gesagt gar nicht gefallen. Unsere Bräute in Deutschland sehen wie Prinzessinnen aus, In Japan war es eher bieder und zugepackt. Das Paar schien noch sehr jung zu sein, aber ich glaube, wir als Europäer können das Alter der Japaner sehr schwer schätzen.

Auf jeden Fall war es ein Erlebnis, so etwas zu sehen.

Übrigens gibt es zur Hochzeit in Japan anschließend ein edles Viel-Gänge-Essen für die Gesellschaft und danach ist die ganze Zeremonie zu Ende. Solch ausgelassenen Abend mit Tanz und den vielen traditionellen Hochzeitsspielchen gibt es dort nicht.

Der Schrein war beeindruckend. Es gab auch wieder die Zeremonie der Götteranrufung, die wir ja schon aus anderen Schreinen kannten.

Meji-Schrein in Tokio

Ein paar Münzen in eine große Holztruhe werfen, sich zwei Mal verbeugen, dann zwei Mal laut in die Hände klatschen, damit man auch erhört wird und dann wünscht man sich etwas. Man darf es aber nicht verraten, sonst geht es nicht in Erfüllung. Danach eine weitere Verbeugung zur Verabschiedung.